Mit voller Blase auf holpriger Straße!

Bevor wir auf Dambulla aufbrechen wollten, wurden wir noch mit Sri Lankan Omelette und frischen Früchten verwöhnt. Gestärkt ging es dann mit dem TukTuk zum Busbahnhof in Negombo. Unsere erste Etappe verbrachten wir in einem komfortablen AC-Bus. In Kurunegala mussten wir in einen der großen knatternden Busse umsteigen.

Beim Ausstieg werde ich wieder von der Lautstärke und den vielen Reizen überrascht. Die Busfahrer rufen laut nach Kunden, mit Ziel, Ort und Preis. An dem großen Busfahrplatz ist es heiß, wegen den Abgasen. Ein undurchschaubares Gewirr von blechernen Bussen. Aus dem Brummen der Busse und die Schreie der Fahrer entsteht ein unfassbarer Lärmpegel. Nach kurzen überforderten Blicken verteilt uns ein Busfahrer an den richtigen Bus. Bei diesen vielen Einflüssen von außen vergesse ich meine eigenen Bedürfnisse.

Weitere 2 Stunden sollte die Fahrt dauern. Eine holprige Straße mit Schlaglöchern und eine vergessene volle Blase führten jedoch dazu, dass wir kurzerhand aus dem Bus sprangen. Dieser stand aufgrund eines kleinen Staus an einer Baustelle. Der Bus fuhr nach kurzer Zeit weiter und wir standen mitten in Sri Lanka. Um uns nur ein paar kleine Bambushütten und ein kleiner Kiosk mit heimischen Produkten und Wasser.

Mit ungläubigen Blicken wurden wir von den 5 Dorfeinwohnern begutachtet. Plötzlich waren wir die Sehenswürdigkeit. Ich fragte vergeblich ein paar Menschen nach einer Toilette. Da mein Singhalesisch und deren English auf gleichem Niveau war, blieb nur noch Hand und Fuß. Letztlich führte mich der Mann aus dem kleinen Kiosk mitten in den Dschungel. Vorbei an kleinen „Zimmern“, kaum größer als 1 qm und Feuerstellen erreichen wir ein kleines baufälliges Häuschen. Darin erwartet mich ein französisches WC. Jedoch ist das Loch etwas größer als ursprünglich. Auf zwei wackeligen Steinen, die kurz davor sind in das Loch einzustürzen, komme ich zur Erlösung meiner mittlerweile zu platzen drohenden Blase. Sie dankt es mir mit meiner wiederkehrenden guten Laune.

Um den hygienischen Zustand des westlichen Standards wiederherzustellen, konnte ich mir mit Desinfektionstücher helfen. Solche oder andere Tipps könnt ihr auch meiner Packliste entnehmen.

Zurück an der holprigen Straße hofften wir nun, dass wir von diesem unbekannten, authentischen Dorf wieder Kurs auf unser Ziel Dambulla nehmen können. Aufgrund der Wartezeit verköstigten wir uns noch mit Hoppers aus dem Kiosk. Der leckere Geschmack entschädigte die Panne und große Panik musste nicht aufkommen. Denn nach ca. 15 Minuten sprangen wir in den nächsten Bus ein und kamen so nur eine halbe Stunde verspätet zu unserem Ziel.

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