Kanaren – Mit der AIDA Sol unterwegs!

AHOI, Kameraden!

Lorbeerwälder, Feuerberge, Schluchten oder Strände – das ist die atemberaubende Inselwelt der Kanaren. Alle aus Vulkanen entstanden und jede einzelne auf ihre eigene Art faszinierend. Und genau da will ich hin!

Gestartet wird mit viel Freude und Urlaubslaune von Gran Canaria aus. Diesmal ganz luxuriös auf der AIDA Sol entdecken ich und meine Cousine die Inseln. Abgerundet werden die abwechslungsreichen Ausflugsziele mit einer Fülle an Komfort, gutem Essen und unterhaltendem Programm.

Aber nun volle Kraft voraus!

 

1. Tag Anreise – Ankommen und Genießen!

Endlich am Schiff angekommen, vergessen wir schnell die etwas dubiose Anreise mit BUL Air. Hungrig begeben wir uns an das Buffet des Marktrestaurants. Wow, so viel leckere Dinge sieht man selten auf einem Fleck! Aber heute ist ja nur der „Welcomeabend“, wie er auf der AIDA heißt. Wie überfordert ich am Buffets des „Farewellabends“ war, kann man sich nicht vorstellen. Man muss es einfach gesehen haben oder du verschaffst dir bei meinen Must-Do’s auf der AIDA einen kleinen Einblick.

Stimmungsvoll verabschieden wir uns vom Land und schon geht es auf die erste Party an Deck! Zu lateinamerikanischen Rhythmen und sanften Seegang wird bis spät in die Nacht getanzt.

Aida del sol

2. Tag Seetag – Blick aufs Meer!

Heute legen wir die Füße hoch und genießen die Ruhe den Blick auf die Weite des atlantischen Ozeans gerichtet findet man kein Stückchen Land. Auf meinen sonstigen Reisen gäbe es so einen entspannenden Tag nicht. Da wäre ich jetzt schon auf Achse zur nächsten Sehenswürdigkeit. Jedoch ist diese Art des Reisens durchaus entspannend.

Noch nicht wieder hungrig vom üppigen Frühstücksbuffet sitze ich tatsächlich schon am nächsten Buffet. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass man fast rund um die Uhr essen kann. Ein bisschen rasten auf dem Pooldeck gefolgt von kurzer Entspannung im Whirlpool und schon geht das Abendprogramm los. Natürlich muss man sich dafür erstmal stärken. 😉

Gesangstalente probieren sich heute auf der Karaoke-Party im Brauhaus. Die Gastgeber geben ihr bestes und es dauert nicht lange, dann entsteht auch schon der erste Schlachtruf. T-Toll, S-Super, G-Geil, V-Fertig 🙂 Wem ich jetzt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert habe, war mit Sicherheit dabei. Für alle anderen gebe ich hier noch mal die klare Empfehlung, das Entertainmentprogramm zu besuchen.

An diesem Tag vermisse ich schmerzlich einen Gegenstand, den ich aus „Minimalismus“ zu Hause ließ: meine kleine Handtasche für die ganzen Partys.

entspanntes reisen

3. Tag Madeira – Blumige Aussichten!

Große Handelsschiffe legten hier ihren Anker mitten ins Meer und tenderten die Waren von Funchal zum Schiff. Weit angenehmer legen wir am Hafen an, welcher erst seit den 50ern existiert und spazieren aus dem großen Kreuzer. Dass hier viele Schiffe anlegen hat sich nicht geändert. Früher von Zucker und Wein angelockt, heute von der blumigen Landschaft und reizvollen Wandermöglichkeiten.

Wir starten unsere Tour mit einem nettem Spaziergang durch den Santa Catarina Park, durch die Innenstadt von Funchal zu der Seilbahn. Hier ein kleiner Tipp: Am Ticketschalter gibt es Kombitickets für die 2 Seilbahnen und den botanischen Garten für 30 €. Würde man einzeln buchen kommt man aktuell auf ca 34 €. Das lohnt sich jedoch nur, falls man nicht mit dem Korbschlitten zurück fahren möchte. Trotz Nebensaison standen wir hier in einer langen Schlange für ca. 15 min. Allerdings merkt man in Monte und dem botanischem Garten nichts von den ca. 12.000 Tagestouristen aus den Schiffen.

Erste Station war für uns der Jardim Botanico. Du solltest dich von dem schlichten Beginn des Parks nicht abschrecken lassen, denn kurz bevor wir uns dazu entschieden hätten unsere Zeit sinnvoller zu gestalten, eröffnete sich vor uns ein Meer aus Blumen, Kakteen und wunderschönen Aussichten über Funchal. Wir verweilten bestimmt 2 Stunden in dem Park und genossen die Farbenpracht der verschiedensten Blumen. Nach einer kurzen Rast im Lover’s Rock, der sich im Park befindet geht es zurück nach Monte.

Dort ging es noch zur Igreja Nossa Senora do Monte. Eigentlich bin ich sehr gesättigt von den verschiedensten Kirchen, doch hier wartet eine kleine Besonderheit. Die Decke der Kirche ist aus wunderschön bemaltem Zedernholz. Der ganze Stil der Kirche ist typisch für Portugal. Mit den Treppen an der Frontseite erinnerte uns die kleine Kirche sehr an die Hauptattraktion in Macao aus unserer Chinareise. Sehr schön ist der kleine Park unterhalb der Kirche, in dem man einen kleinen Schwanensee findet. Die Treppen sind ein wenig versteckt. Von hier aus kann man sich noch ein bisschen Lust aufs Korbfahren verschaffen. Mit lächelnden Touristen sind die Korbschlitten beladen und so manchem entflieht doch noch ein kleiner Aufschrei in der Kurve. Für uns geht es zurück nach Funchal.

Dort schließen wir den erfolgreichen Tagesausflug mit einem Cappuccino und Pasteis de Nata ab. Diese kannten wir auch schon aus Macao und freuten uns riesig wieder davon zu kosten. Auf dem Schiff genießen wir vom Pool aus die Aussicht über Funchal mit einem großen Lächeln im Gesicht.

Botanischer Garten

4. Tag Seetag – Ausspannen und Party!!!

Auch am Schiff kommt man der Volksfeststimmung nicht aus. So erholten wir uns am Pool vom Oktoberfest im Brauhaus vom Vortag. Denn es wurde gefeiert mit allem was dazu gehört. Auf den Bänken tanzen, eine Maß trinken und auch der Discofox war vertreten. Diese Veranstaltungen eignen sich „s-super“ um andere auf dem Schiff kennenzulernen. So hatten wir ab diesem Abend auch Partypartner 😉

Außer von dem gigantischem Essensbuffet in dem Marktrestaurant und einer waghalsigen Show mit Akrobaten, Tänzern und Sängern, die man definitiv gesehen haben muss, lässt sich an einem Seetag nicht allzu viel erzählen. Das ist gut so, denn an den Seetagen kann man sich wunderbar erholen mit den Gedanken in der Ferne und einem genussvollem Blick in die Weite.

Kreuzfahrt

 

5. Tag Lanzarote – Insel der Ehrfurcht

Schwarz – steht für Trauer, Tiefgründigkeit und Würde. Es wirkt bedrohlich und faszinierend. Rot verbinden wir mit Feuer, Blut, Leidenschaft und Liebe. Fährt man durch die Feuerberge erfährt man genau dieses Gefühl. Die Gegend erwärmt das Herz und nie habe ich eine Gegend gesehen, die mich so hart und kalt empfängt. Nur das Blau in der Ferne bringt Ruhe.

Die Fahrt durch den Timanfaya Nationalpark ist beeindruckend. Hier wird eindrucksvoll klar, welche Kräfte unter der Erde schlummern. In einem Loch entfacht Feuer, sobald man ein bisschen Stroh hineinschmeißt. Geysire katapultieren 2m hohe Fontänen und über einem Erdloch werden Hähnchen nur durch Erdwärme gegart. Mit einem Reisebuskoloss geht es dann in die imposante Natur der Timanfaya-Feuerberge.

Bis jetzt bin ich und meine Cousine mit Mietwagenreisen nicht sehr routiniert. Zum ersten Mal trauten wir uns ohne männliche Begleitung im Ausland mit einem Auto mobil zu sein. Gleich mit Reifendruckproblemen den ersten Ausflug zu starten macht den Spaß erst recht aufregend. Mit leichter Sorge um den Wagen und den kommenden Weg geht es weiter auf El Golfo. Hier steht man in einem Vulkankrater mit gigantischem Ausblick aufs Meer und auch hier sind es die Kontraste der Farben, die die Gegend so einzigartig machen: das blaue Meer, die grüne Lagune und das schwarze Gestein.

el golfo

Die Wellen des Atlantik treffen auf mächtige schwarze Lavasteinklippen im nahe gelegenen Los Hervideros. In den Klippen sind kleine Wege und Balkone, in denen man dem Naturschauspiel zuschauen kann.

Auf den Rückweg nach Arrecife halten wir noch in dem La Geria Weinanbaugebiet. Kleine runde Trichter, in denen windgeschützt kleine Reben wachsen. Ein wunderschöner Ausblick. Der Wein ist sehr fruchtig und frisch, im Abgang schmeckt er leicht nach … . Ach, lecker war er!

Ohne weitere Pannen geben wir abends erleichtert den Mietwagen zurück und freuten uns um so mehr über diesen völlig gelungenen Ausflug.

La Geria Weinanbaugebiet

 

6. Tag La Palma – Little Cuba

Koloniale Häuser mit ihren schönen französischen Balkonen, bunte Hausfarben und das unendliche grün der Insel. Das ist genau meine Insel. Dieser kleine Fleck Erde gilt als mein Favorit unter den kanarischen Inseln.

Mit großer Hoffnung auf ein intaktes Auto machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg. Ein kleiner Opel Corsa sollte uns heute sicher begleiten. Das tat er auch, somit hatten wir eine Sorge weniger als am Tag zuvor. Dennoch sollte der Tag nicht ohne Herausforderung bleiben. Heute gibt es in der Mietwagenfahrschule Serpentinen im Angebot auf dem Weg nach Los Tilos.

Der Weg in dieses kleine Dschungelparadies ist malerisch. Von Santa Cruz geht es über eine gut ausgebaute Straße direkt an der Küste in sanften Kurven immer weiter hoch. Kurz vor Los Sauces (2km) biegt man links ab und dann beginnt die abenteurliche Fahrt durch den Barranco de Agua. Die große Schlucht lässt nur steile, enge Straßenführung zu. Der Kampf wird mit kleinen Wanderwegen entlang der typischen Levadas (frühere Quellwasserbeförderung) belohnt.

Sehenswert ist außerdem das kleine Städtchen San Andrés und gut mit dem Auto anzufahren. Wir entschieden uns allerdings in der prallen Mittagssonne lieber zu Fuß in das kleine Fischerdörfchen zu marschieren. Mitten durch Bananenplantagen mit einer wunderschönen Aussicht aufs Meer kommen wir leider erst sehr spät zur Besinnung und kämpfen uns den extrem steilen Berg, an den wir uns noch Tage erinnern sollten, wieder zurück nach oben.

Erledigt stiegen wir ins Auto und fahren neugierig zu dem kleinen Städtchen. Wer kleine süße Örtchen mit viel Charme fernab von Massentourismus mag ist hier genau richtig. Mehr von diesen bunten Häusern mit den verträumten Holzbalkonen findet man in der historischen Altstadt von Santa Cruz de la Palma. Dort genießen wir noch eine schmackhafte Tasse Cafe con Leche.

Bei der Rückkehr vom Schiff kämpften wir noch mit der Suche nach dem Parkplatz, an welchem wir den Mietwagen abstellen sollten. In dem Kreisverkehr treffen wir immer wieder auf die selben geliehenen Autos. Alle scheinen dieses Problem zu haben. Darum schaut euch unbedingt meinen Artikel: 3 Kreuzfahtausflüge – auf eigene Faust an.

7. Tag Teneriffa – Shoppen, aber bitte mit Charme!

Eine seltsame Stimmung macht sich auf dem Schiff breit. Einige mussten leider an diesem Tag schon abreisen oder saßen bereits im Flugzeug, so wie mein Partypartner. Wehmütig sitzen andere an den Liegen und fangen die letzten Blicke auf den weiten Ozean ein. Auch mir vermittelte das, dass dieser bezaubernde Urlaub sich dem Ende neigt.

ABER: Wir haben ja noch einen Tag!

Dennoch wollen wir uns heute einfach durch die Stadt treiben lassen und noch ein paar Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen. Und obwohl Santa Cruz de Teneriffa für „nicht sehenswert“ abgestempelt worden ist, empfehle ich es für einen kleinen Einkaufsbummel, der mit dem Plaza Espana, dem Castillo de San Cristobal und dem bezauberndem Park Garcia Sanabria aufgewertet wird.

Den letzte Abend auf der AIDA versüßen wir uns mit einer der beeindruckenden Shows von den AIDA Stars. Diese zählen definitiv zu den Must-Do’s auf der AIDA!

8. Tag Abreise – Die Heimat ruft!

Als Pauschaltourist der AIDA genießt man am Abreisetag den Vorzug bis zum Transfers auf dem Schiff alle Annehmlichkeiten zu genießen. Erholt und voller neuer Eindrücke gehen wir von Bord. Doch das wahre Abenteuer steht uns dank der BUL Air jedoch noch bevor.

Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen und auch weitergeholfen!

Gerne hab ich hier noch einige Tipps für Ausflüge oder wenn du nicht weißt, was du vor Ort brauchst schau dir meine Packliste an.

Du möchtest deine Tagesausflüge selbst gestalten? Dann empfehle ich diesen Artikel!

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